Mate Tee – der Trank der Götter

Einleitung

Nicht nur bei gut sortierten Teehändlern, auch in den Regalen der Supermärkte stößt man immer wieder auf Mate Tee. Befasst man sich dann einmal etwas genauer damit, erfährt man wohl meist als erstes, dass es sich bei Mate nicht um „echten Tee“ handelt, dass er aber wohl sehr gesund sei. Was aber genau verbirgt sich hinter diesem Namen? Und vor allem, was bekommt man, wenn man Mate Tee kauft? Wie schmeckt er und welchen Nutzen hat man davon?

 

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Definition, Ursprung und Geschichte

Zunächst sollte die Frage geklärt werden, was Mate Tee eigentlich ist:

Der Mate-Strauch, oft auch Mate-Baum genannt, gehört zur Gattung der Stechpalmen und ist bis heute in Südamerika beheimatet. Der spanische Name „Yerba“ bedeutet übersetzt „Kraut“.

Trotzdem gehört Mate keinesfalls zu den Kräutern. Schon allein wegen seiner Größe, aber auch wegen seiner Struktur zählt dieser Pflanze ganz eindeutig zu den Bäumen.

Wissenschaftlich Klassifiziert wurde Mate von einem Schweizer Botaniker namens Moses Bertoni, der 1895 nach Paraguay kam.
Streng genommen ist Mate eigentlich der Name des speziellen Trinkgefäßes, aus dem der Tee traditioneller Weise getrunken wurde. Heutzutage ist damit aber ausschließlich der Aufguss der Blätter des Mate-Strauchs gemeint.

Als Entdecker oder, wenn man so will, als Erfinder des Mate Tees gelten die Guarani. Dieser Indianerstamm lebte in Gebieten, die heute zu den Ländern Uruguay, Brasilien, Argentinien, Bolivien und Paraguay gehören.

Das Volk der Guarani gibt es bis heute, ihre Sprache ist in Paraguay sogar als zweite Amtssprache anerkannt. Sie gehören zu den Ureinwohnern Südamerikas, die als erste Kontakt zu den europäischen Eroberern und Einwanderern hatten. Wohl mit ein Grund, warum der Mate-Tee längst auch bei uns weit verbreitet und bekannt ist.

Die Heimat des Mate-Strauches bildet bis heute der Urwald des sogenannten Paraná-Beckens.

Dieser Fluss ist knapp 4.000 km lang und fließt durch Brasilien, Paraguay und Argentinien. Seine diversen Zuläufe bieten an ihren Ufern ebenfalls ideale Wachstumsbedingungen für den Mate-Strauch, so dass er auch nach Jahrhunderten immer noch wild als Unterholz in diesen Araukarien genannten Wäldern wächst.

Längst ist man sich allerdings auch der wirtschaftlichen Bedeutung des Mate bewusst und wäre auch ohne gezielte landwirtschaftliche Kulturen nur schwer in der Lage, die weltweite Nachfrage nach Mate Tee zu decken. Deshalb finden sich in Paraguay, Brasilien und Argentinien bereits seit kurz vor dem Ende des 19. Jahrhunderts Mate-Strauch-Plantagen. Umso überraschender mag die Tatsache sein, dass bis in unsere Zeit immer noch die Hälfte des Mate Tees aus Wildbeständen produziert wird.

Mate Strauch

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Der Mate-Strauch ist eine immergrüne Pflanze, die im Wildwuchs bei einem Stammdurchmesser von rund 30 cm eine Höhe von insgesamt 12 bis 14 Metern erreichen kann. Naheliegend, weshalb man angesichts solcher Größen häufig auch auf den Begriff Mate-Baum statt Strauch trifft. In den Kulturen allerdings werden bewusst zur einfacheren Ernte Züchtungen eingesetzt, die lediglich 5 bis 6 Meter groß werden.

Der graue Stamm mündet in einer ovalen Krone und auch die Blätter besitzen eine ovale Form. Mit einer Länge von bis zu 20 cm und eine maximalen Breite von 8 cm, handelt es sich um für die Teeproduktion ungewöhnlich große Blätter, die auf jeden Fall zerkleinert werden müssen.

Am wohlsten fühlt sich der Mate-Strauch bei möglichst gleichbleibenden Temperaturen, die im Schnitt um die 20 bis 23°C liegen sollten. Auch die mittlere bis hohe Luftfeuchtigkeit in den Urwaldregionen Südamerikas kommt ihm sehr entgegen. Liegt der Standort dann auch noch zwischen 400 und 800 Höhenmetern, hat das Stechpalmengewächs seine idealen Wachstumsbedingungen gefunden.

So einfach scheinbar das wilde Wachstum des Mate-Strauchs ist, so schwierig gestaltet sich seine landwirtschaftliche Nutzung. Die Früchte des Mate-Strauchs müssen zunächst um die Keimung etwas zu vereinfache und zu beschleunigen, leicht aufgebrochen werden. Dies geschieht durch mechanische Beanspruchung. Im Anschluss werden sie in Wasser eingeweicht und selbst dann dauert es noch weitere drei Monate, ehe sich endlich ein Trieb zeigt.

In den ersten beiden Jahren seines Lebens, ist ein Mate-Strauch noch sehr lichtempfindlich. Im dichten Gewächs der Urwälder kein Problem, auf den Plantagen muss er aber unbedingt künstlich beschattet werden. Um eine möglichst kräftige und starke Pflanze zu bekommen, werden die Mate-Sträucher im Alter von zwei Jahren kurz über dem Boden abgeschnitten. Die neuen Triebe wachsen dann wesentlich dicker und robuster nach. Erst nach insgesamt vier Jahren, können die ersten Blätter für die Teeproduktion geerntet werden. Je nach Anbaugebiet und Kultur, kann nun jährlich geerntet werden, in einigen Regionen allerdings nur im Zweijahres-Rhythmus.

Herstellung

Die Erntezeit für den Mate liegt im Südamerikanischen Winter, also in den Monaten von Mai bis September. Anders als bei der Ernte von asiatischem Tee, werden hier nicht nur die Blätter, sondern ganze Äste vom Strauch abgenommen. Für Tee von möglichst hoher Qualität, handelt es sich dabei um Äste mit Blättern, die bereits zwei Jahre alt sind.

In den Handel kommen die Blätter entweder als grüner, oder als gerösteter Mate. Im ersten Fall werden die Blätter zerkleinert und fermentieren anschließend etwa einen Monat lang bei Temperaturen von etwa 50 bis 60°C. Im Anschluss an diese Zeit reicht ein kurzes Erhitzen für eine Minute, allerdings bei 400°C, um den Wassergehalt der Blätter von ursprünglich 60% auf nur nach maximal 25% zu reduzieren. Nach einer weiteren Trocknungszeit kann der grüne Mate schließlich unter dem Namen „Taragin“ verkauft werden.

Für den „Real Mate“ dagegen, wie die geröstete Version auch genannt wird, werden die Blätter samt Stielen, Blütenstielen und noch jungen Trieben in Drahttrommeln über einem Feuer gleichmäßig gedreht. Früher wurden die ganzen Äste geröstet, bei sehr traditionellen Herstellungsverfahren wird dies heute noch so praktiziert, ist allerdings inzwischen aber eher die Ausnahme. Die Hitze des Feuers zerstört die Enzyme in den Blättern und stoppt dadurch die Fermentation. Nicht nur die Farbe bleibt so erhalten, es bilden sich auch charakteristische Geschmacks- und Aromastoffe.

Beide Versionen des Mate Tees enthalten am Schluss ihres Herstellungsprozesses eine Restfeuchte von rund 8 bis 9%. Abschließend werden die Blätter entweder nochmals zerkleinert oder sogar vollständig zu Pulver vermahlen. Das Endresultat ist allerdings bis heute sehr stark von der Herkunftsregion abhängig. So bevorzugt man in Argentinien etwa einen relativ grob vermahlenen Mate-Tee, mit einem sehr feinen, leichten Aroma. In Brasilien dagegen liebt man die Blätter möglichst fein, im Gegenzug allerdings mit einem sehr starken und kräftigen Aroma.

Die weltweite Produktion von Mate Tee beläuft sich auf schätzungsweise 300.000 Tonnen pro Jahr. Dabei entfielen im Jahre 2010 allein 250.000 Tonnen allein auf Argentinien, was damit zum größten Produzenten wird. Diese Zahlen und Verhältnisse mögen insgesamt etwas schwanken, diese Veränderungen sind allerdings nicht sehr ausschlaggebend.

Auf dem Markt finden sich auch Instant-Mate Tees und sogar Erfrischungsgetränke, die auf der Zutatenliste einen Mate-Anteil ausweisen. Da selbst das feinste Matepulver nicht löslich ist, werden in diesen Fällen die charakteristischen Aromakomponenten über Wasserdampf destilliert und anschließend mit Hilfe von Ether extrahiert.

Mate-Tee schmeckt ebenso erdig und rauchig, wie süß und säuerlich. Zarte Zungen schmecken verwelkte Blätter ebenso wie eine fruchtige und gleichzeitig bittere Note. Vor allem in Argentinien wird der Mate Tee gerne noch mit Komponenten, wie Zimt, Pfefferminz, Kirsche oder Orange versetzt. Für einige ist dies eine Veredelung, andere sehen darin nur ein unnötiges „Gepansche“.

Zubereitung

Kalebasse

Traditioneller Weise wird Mate Tee aus einer sogenannten Kalebasse getrunken. Dabei handelt es sich um das ausgehöhlte und getrocknete Stielende eines Flaschenkürbisses. Dazu wird der Kürbis quer so durchgeschnitten, dass man ein etwa Bechergroßes Stück erhält. Diese wird dann sorgfältig ausgehöhlt und getrocknet. Meist wird der obere Rand zur bessern Haltbarkeit mit einem Metallband versehen und die Kalebasse an sich beispielsweise mit Schriftzügen oder anderen Verzierungen versehen.

Für eine bessere Stabilität werden gerne Stützmulden aus Naturkautschuk, Metall, Leder oder ebenfalls aus Kürbis, verwendet. Je nach Region können diese Kalebassen ganz unterschiedlich aussehen. Von klein und schrumpelig, bis groß und edel verziert findet sich alles. Heut zu Tage werden Kalebassen gerne auch Horn, Holz, Porzellan oder sogar Plastik hergestellt.

Im Spanischen werden solche Kalebassen „Mate“ genannt, was den Namen des Tees erklärt. In der Sprache der Quechua, einem Indianerstamm ähnlich der Guarani, heißt der Becher „Mati“. Der Mate-Strauch an sich wird von den Ureinwohnern Südamerikas „Caiguá“ genannt, seine Blätter und damit der Tee dagegen heißen „Yerba“. Weltweit allerdings hat sich der, eigentlich falsche, Begriff Mate für den Tee durchgesetzt.

Vor ihrer ersten Benutzung, müssen die Kalebassen allerdings unbedingt richtig präpariert werden. Der Kürbis selbst enthält auch einige Bitterstoffe, die sich sonst im Mate Tee lösen würden. Deshalb wird das Fruchtfleisch, am besten mit dem Mundstück der Bombilla, sorgfältig aber mindestens ebenso vorsichtig ausgeschabt.

Dann werden Mate Blätter hineingefüllt und mit Wasser aufgegossen. Das ganze sollte nun für mindestens 24 Stunden ordentlich durchziehen. Hin und wieder sollte man kontrollieren, ob etwas Wasser nachgefüllt werden muss. Ganz besonders Trinkgefäße aus Holz nehmen gerne ganz beachtliche Mengen des Wassers auf.

Nach ein, besser noch zwei Tagen, kann die Kalebasse geleert und zum Trocknen hingestellt werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist dafür ideal. Der Trocknungsvorgang sollte unbedingt vollständig abgewartet werden, da sonst die Haltbarkeit der Kalebasse sehr beeinträchtig wäre.

Trinkgefäße

Trinkgefäße aus Metall oder Porzellan benötigen eine solche Vorbereitung selbstverständlich nicht, führen aber auch gerne einmal zu Verbrennungen, weil sie selbst, mit heißem Tee gefüllt, ebenfalls heiß werden. Eine Doppelwand leistet in diesen Fällen Abhilfe, wesentlich weniger traditionell sind diese Gefäße trotzdem.

Kuhhirten in Südamerika entwickelten dagegen aus den Hörnern ihrer Tiere ein inzwischen ebenso traditionelles Trinkgefäß. Es ist etwa 15 cm hoch und 7 cm breit und wird an seinem offeneren Ende mit einem Stück Holz verkorkt und so effektiv verschlossen. Dieser „Hornbecher“ wird „Guampa“ genannt.

 

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Da die Indianer Südamerikas keinen Teesieb oder Filter verwendeten, brauchten sie noch eine effektive Möglichkeit, beim Trinken die Blattreste zurückzuhalten. So wurde der sogenannte „Bombilla“ kreiert, ein Metallstab, der als Strohhalm fungiert, an seinem unteren Ende allerdings mit einem Sieb die Teeblätter zurückhält. Sollte dieser zu grobmaschig sein, kann seine Wirkung durch einen kleinen Stoff- oder Nylonbeutel verbessert werden. Dieser Beutel wird dann einfach über das Ende des Bombilla gestülpt und hält so selbst gemahlenen Mate Tee zurück.

Traditionelle Zubereitung

Die traditionelle Methode der Zubereitung des Mate Tees, ist dabei fast schon eine kleine Wissenschaft für sich. Zunächst wird die Kalebasse etwa bis zur Hälfte mit Yerba, also den Blättern gefüllt. Nun wird die Öffnung mit der Handfläche verschlossen, die Kalebasse umgedreht und vorsichtig geschüttelt. Ziel ist es, dass am Ende die groben, größeren Blätterstücke am Boden, die feineren, kleinen Teilchen oben liegen. Ganz genau lassen sich die Bruchstücke natürlich dadurch nicht sortieren, es geht dabei auch nur um eine leichte Aufteilung.

Nun werden die Yerba leicht mit ein bisschen Wasser angefeuchtet und mit Fingerspitzengefühl an eine Seite der Kalebasse gedrückt. Ziel ist es, dass man am Ende eine völlig leere Hälfte hat, in die man die Bombilla schräg hineinstellen kann. Nun lässt man die Blätter für einige Zeit quellen. Damit erreicht man, dass später beim Trinken nicht mehr so viele Blatt-Teilchen durch das Sieb rutschen und mitgetrunken werden.

Nun kann der Tee aufgegossen werden. Dafür verwendet man am besten 70 bis maximal 95°C warmes Wasser. Man schüttet es allerdings nicht einfach in die Kalebasse, da sonst die sorgfältig an die Gefäßwand gedrückten Blätterbruchstücke aufgewirbelt werden würden. Lässt man das Wasser dagegen vorsichtig an der Bombilla entlang hinunterlaufen, bleiben die Yerba, wie sie sind. Die gewählte Wassertemperatur ist dabei im wahrsten Sinne des Wortes Geschmackssache und wie so vieles regional abhängig. Im Landesinneren wird der Mate Tee üblicher Weise sehr heiß und mit Zucker bzw. Stevia gesüßt getrunken. An den Küsten dagegen liebt man ihn pur, also ungesüßt und weniger heiß.

Diese Art und Weise des Aufgusses kann man nun sehr häufig wiederholen. Erst, wenn sich beim Zugeben des Wassers keine Bläschen mehr aus den Blattstücken lösen und evtl. sogar einzelne davon beginnen im Wasser zu schwimmen, ist der Mate ausgewaschen und aufgebraucht. Wer einen erneuten Versuch wagen möchte, kann nun mit Hilfe der Bombilla die Blätter vom Rand lösen. So bekommen auch die bisher verdeckten Blätter direkten Kontakt zum Wasser. Sollte der Tee dennoch nur recht schwach und fade schmecken, hilft nur noch, den alten Teesatz zu entfernen und neue Blätter zu verwenden.

Bei der exakten Temperatur des Wassers hat man zwar einen recht großen Spielraum, dennoch sollte man darauf Acht geben, dass das Wasser zu keinem Zeitpunkt richtig gekocht hat und danach lediglich wieder etwas abgekühlt ist. Ab 100°C lösen sich verschiedenste Gase in Form von Dampf aus dem Wasser. Der sozusagen dadurch freigewordene Platz kann später beim Aufguss umso mehr von Geschmacks- und Aromastoffen ausgefüllt werden. Dies klingt zunächst einmal eigentlich ganz gut, führt aber in der Realität dazu, dass sich zu viele Aromen zu schnell im Wasser lösen. Der Mate Tee schmeckt bitter und die Yerba sind umso schneller verbraucht.

Genuss in Gesellschaft

Getrunken wird der Mate Tee in der Regel in Gesellschaft, egal ob Freunde, Arbeitskollegen oder Familie und das Prozedere beruht auf einem Jahrhunderte alten Ritual, dessen feste Regeln und Vorschriften bis heute meist nur mündlich, häufig in Reimform, überliefert sind. Alle trinken aus einer Kalebasse. Da der erste Aufguss in der Regel der bitterste ist und somit den Gästen nicht zugemutet werden kann, wird dieser vom Gastgeber selbst getrunken. Sobald er die Kalebasse geleert hat, setzt er den zweiten Aufguss an und gibt das Trinkgefäß weiter. Dabei gilt es nicht nur als äußerst unhöflich, sondern fast schon als Beleidigung, wenn die Bombilla nicht auf denjenigen zeigt, für den der Mate Tee in diesem Moment bestimmt ist. Jeder Gast hat zwar das Recht, die Kalebasse in seinem eigenen Tempo zu leeren und erst dann für einen weiteren Aufguss für den nächsten Gast in der Runde an den Gastgeber zurück zu geben, allerdings sollte man darauf achten, dass man nicht zu langsam trinkt und so alle aufhält.

Der Gastgeber, der stets auch den Tee zubereitet, muss gleich mehrere Dinge beachten. Zum einen sollte es ihm gelingen, möglichst konstante Aufgüsse mit gleichem Geschmack herzustellen. Vor allem auch die letzten in der Runde sollten noch einen schmackhaften Tee bekommen, kein schales Wasser. Auch die Wassertemperatur sollte möglichst gleich bleiben, weder sollten sich die ersten die Zunge verbrühen, noch sollte der letzte Gast einen kalten Mate trinken müssen. Davon abgesehen sollte man bei der Zubereitung geschickt genug vorgehen, dass die Blätter am Rand kleben bleiben statt die Bombilla zu verstopfen.

Hierzulande besitzen wohl die wenigsten, wenn überhaupt, eine Kalebasse. So ist es selbstverständlich auch möglich, den Mate wie einen „ganz normalen“ Tee zuzubereiten und aufzubrühen. Und auch in seiner Heimat ist diese uralte Tradition längst nicht die einzige Möglichkeit Mate zu genießen.

So wird er in unserer Zeit gerne mit Milch oder auch aromatisiert getrunken. Auch andere Pflanzenteile und vor allem wild wachsende Minzsorten werden den Mate Blättern gerne beigemischt. Kinder trinken ihn in Südamerika gerne zum Frühstück. Dazu wird zunächst etwas Zucker karamellisiert, anschließend mit den Yerba vermischt, mit Wasser aufgegossen und erneut aufgekocht. Kalter Mate dagegen mit etwas Limonensaft ergibt ein herrlich erfrischendes Getränk an heißen Tagen. Ja selbst mit Eis, geriebenem Apfel und sogar Rum findet man Mate in Brasilien, Argentinien und Co. Das Extrakt wird Erfrischungsgetränken zugesetzt und wer möchte, der kann Mate selbst noch in Form von Kautabletten zu sich nehmen.

Inhaltsstoffe

Der Aufguss von reinem Mate Tee hat eine grünlich gelbe Färbung und enthält zum einen recht beachtliche Mengen an Koffein, zum anderen aber auch das farbgebende Chlorophyll und Gerbstoffe. Theobromin und Theophyllin sollten ebenfalls erwähnt werden. Abgerundet wird all dies von ätherischen Ölen und gut arbeitende Zungen schmecken gerne auch das Vanillin heraus. Diese Mischung erklärt auf einen Blick, wie Mate Tee gleichzeitig süß, aber auch bitter, frisch, aber auch erdig und verwelkt schmecken kann.

An Vitaminen liefert Mate Tee in erster Linie A, B1 und 2, sowie Vitamin C. Doch dies war einigen Wissenschaftlern noch nicht genug. Sie analysierten das Aroma von geröstetem Mate Tee in einem Gaschromatographen und konnten dabei sage und schreibe mehr als 250 verschiedene Substanzen nachweisen, „nur“ 200 davon sind bis heute identifiziert. Einige davon entstehen selbstverständlich erst während des Röstvorgangs.

Therapeutische Effekte und Nebenwirkungen

yerba mate blätter

Mate Tee Wirkung

Mate Tee ist nicht nur einfach ein traditionelles Getränk, das in Südamerika schon lange getrunken wurde, ehe die Europäer in diesen Teil der Erde kamen. Ihm werden auch zahlreiche positive Effekte auf unsere Gesundheit und unseren Körper nachgesagt. Bei einigen handelt es sich aber mehr um „Erfahrungswerte“, die bisher noch nicht durch entsprechende Studien belegt sind.

Allen voran soll Mate auf unseren Organismus anregend wirken. Von den Nerven, über die Muskeln bis hin zum Stoffwechsel soll alles etwas schneller funktionieren, nach dem Genuss von Mate. Die hohen Konzentrationen an Koffein lassen daran wohl auch keinen Zweifel. Das Koffein stärkt zudem den Kreislauf und wirkt bekannter Maßen insgesamt belebend und aktivierend.

Des Weiteren wird Mate ein großer Einfluss auf die Produktion unserer Körperflüssigkeiten nachgesagt. So soll er nicht nur schweiß-, sondern auch harntreibend sein. Selbst die Produktion von Magensäften soll angekurbelt werden und das wirkt sich positiv auf unsere Verdauung aus. Dies kann sogar so weit gehen, dass sich eine leichte abführende Wirkung zeigt. Die großen Mengen an Gerbstoffen und -säure sind der Grund, weshalb Mate sogar äußerlich bei Ekzemen angewendet, im wahrsten Sinne des Wortes sichtbare Erfolge liefert.

Tatsächlich ist Mate in Deutschland als Arzneimittel zugelassen, nichts desto trotz ist der Tee auch ganz normal im Handel frei verkäuflich. Bei uns genießt Mate vor allem den Ruf leistungssteigernd und hungerstillend zu sein. Etwa eine Stunde vor einer Mahlzeit getrunken, gilt Mate Tee als Schlankmach-Geheimtipp.

Allerdings steht Mate Tee auch im Verdacht, vor allem bei regelmäßigem und häufigem Genuss Krebs auslösen zu können. Betroffen sind dabei in erster Linie Tumorerkrankungen von Blase, Speiseröhre und den Lungen. Verantwortlich dafür sind wahrscheinlich die großen Konzentrationen an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, kurz PKA. Diese sind nicht natürlicher Weise in den Blättern enthalten, sondern entstehen erst bei der Röstung über dem Feuer. Es gibt jedoch inzwischen modernere Herstellungsverfahren, die beim Röstvorgang auf Feuer verzichten können. Diese Mate Sorten sind dann entsprechend gesünder.

Wirtschaftliche Bedeutung

Der weltweite Erfolg des Mate Tees ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie sehr so etwas scheinbar Banales und unbedeutendes wie Tee die politische Struktur, die Gesellschaft und damit die Geschicke eines ganzen Landes beeinflussen kann. Sicher, sobald Tee exportiert wird, gewinnt ein Land dadurch Devisen, steigert sein Einkommen usw., aber das durch so ein paar getrocknete Blätter tatsächlich große Veränderungen ausgelöst werden, wird wohl kaum jemand glauben.

Im Fall des Mate Tees ist dies aber tatsächlich so. Der Bezirk Paraná im Staate Sao Paulo, der zu Brasilien gehört, erzielte über Jahre hinweg Dank des Verkaufs von Mate Tee solch enorme Gewinne, dass die wirtschaftliche Bedeutung dieser Region so sehr wuchs, dass es inzwischen ein eigener Staat Brasilien ist. Die Bedeutung des Mate war so enorm, dass stolze 85% der Wirtschaftsproduktion Paranás auf diesen kleinen Teil des Landes entfielen. Und das für mehr als 50 Jahre.

Eisenbahnlinien wurden gebaut, Schiffsverkehrsstraßen in Betrieb genommen, Firmen aller beteiligten Industriezweige, wie Röstereien, Veredelungsmühlen und Fassherstellung, wurden förmlich aus dem Boden gestampft. Sogar ganze Städte wurden extra deswegen gegründet. Der florierende Handel mit Mate wurde erst durch den zweiten Weltkrieg gestoppt.

Erst etwa 40 Jahre später gründeten sich Organisationen, die den Mate Tee und seinen wirtschaftlichen Erfolg wieder aufleben lassen wollen. Seit den 80er Jahren halten Landarbeiter un- oder nur wenig genutztes Land besetzt und bauen dort Mate an. Inzwischen werden diese Gruppierungen von der Regierung sowohl finanziell, als auch materiell, beispielsweise durch den Bau von Infrastruktur, unterstützt.

In Deutschland findet sich Mate Tee mittlerweile in jedem Supermarkt ebenso wie in Eine-Welt-Läden. Biermischgetränke oder Limonaden auf Mate Basis oder mit Mate Anteilen gelten in Szene-Clubs als In-Getränke.

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